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Thema: Fahrzeugconversion zulassen
Fahrzeugconversion zulassen 
12.05.2009 20:21:51, von: Thomi

Hallo zusammen
Brauche ein wintersicheres Elektrofahrzeug für meinen Arbeitsweg.
Da SAM und Twike diese Anforderung nicht erfüllt haben, möchte ich ein Kleinfahrzeug umbauen.
Hat jemand von euch Erfahrung beim zulassen eines Fahrzeuges (L7e),
das von Stinker auf Elektroantrieb umgebaut wurde?
Möchte das gerne beim Strassenverkehrsamt machen.
Am Telefon verweisen die einem aber ans Dynamic Test Center in Vauffelin.
Da will ich nicht hin, denn die können vor allem gut Rechnungen schreiben.

Gibt es Tipps, was besonders beachtet werden muss und was für Papiere/Zertifikate erforderlich sind?
Das es der VTS genügen muss und technisch sauber umgebaut sein muss ist ja klar.
Technisch sehe ich im Umbau keine Probleme, beim Zulassen habe ich Fragezeichen.

Man hat mir geraten, einen Bearbeitungsauftrag zu starten, der herausfindet, was für Test's nötig sind, aber ich befürchte, mit so einem Antrag schlafende Hunde zu wecken.

Ich möchte das im voraus abklären, den wenn die Zulassung zu teuer und zu kompliziert wird, lasse ich die Finger von einer Conversion.
Oder soll ich umbauen und die beim Strassenverkerhrsamt vor "Tatsachen" stellen?
Was könnt Ihr mir empfehlen?

Vielen Dank für eure Tip's
Thomas
 
Tipp: Auto zweimal vorführen 
13.05.2009 11:35:07, von: Christoph

Hallo Thomas

Eine globale Empfehlung für ein solches Tun: das Auto zuerst mit dem Verbrennungsmotor nochmals vorführen, dann umbauen oder abmelden/umbauen.
Das hilft einerseits für eine definierte Umbaudauer, weil das Amt in spätestens 2-3 Jahren das Auto wieder sehen will und zweitens ist das Fahrzeug bereits auf deinen Namen registriert und der Umbau ist "nur" ein Wechsel des Antriebsaggregats.

Bei der Wahl des Fahrzeugs darauf achten, dass das Leergewicht - Verbrennungsmotor + Batterien + Steuerungsgemüse + Elektromotor + Passagiere nicht über das Gesamtgewicht ausgeht, sonst muss das Fahrwerk als Einzelabnahme geprüft werden. Mit Lithium ist dies in der Regel kein Problem, bei Blei kann's eng werden.

Ein Auto ohne Bremskraftverstärker und ohne ABS hätte Vorteile für den Umbau, aber natürlich Nachteile beim Bremsen. Wenn BKV und ABS drin sind, muss eine Zusatzpumpe installiert werden und die ABS-Steuerung muss auch bei Laune gehalten werden, wenn plötzlich kein Motor nehr da ist, mit dem evtl. geschwatzt wird.

Für Eigenbedarf ist die Zulassung relativ entspannt. Wenn das Fahrzeug verkauft werden sollte, wird's aufwendiger.

Make- or buy-Entscheid nochmals überdenken. Die Pandas und Twingos sind auf einem modernen Stand und lieferbar. Der Mitsubishi MiEV könnte auch eine Alternative sein.

Gruss

Christoph

auch erreichbar unter: chhauser ät bluemail punkt ch
 
 
13.05.2009 13:48:40, von: JPKessler

Hallo Thomas

schau doch mal unter www.elweb.de da sind immer ein paar Occasionen zu kaufen...
übrigens, den Twingo kann ich eigentlich auch empfehlen, d.h. wenn er fährt und das tut er meistens..

Gruss

JPK
 
 
14.05.2009 20:21:57, von: Thomi

Hoi Zäme
Vielen Dank für eure Antworten.
Die käuflichen Autos sind mir entweder zu gross, zu schwer oder zuwenig wintertauglich.
Ich möchte darum in der Leichtkategorie mit Töffnummer bleiben.
Es ist halt schon verrückt, Fahrzeuge mit einem Gewichtsverhaltnis von Pilot zu Auto
von ca. 1:20 durch die Gegend zu wuchten.

Zuerst einlösen und dann umbauen habe ich sowieso geplant.
Wenn es irgendwie geht, möchte ich normal vorführen,
ohne Eintrag im Fahrzeugausweis, "Fahrzeug darf nicht weiterverkauft werden".
Technisch gesehen sollte es keine Probleme geben, da weder ABS noch Bremskraftverstärker vorhanden sind. ABS wäre zwar gut zu haben, aber mit 4 Scheibenbremsen und weniger als 500kg sollte es mit Bremsen auch klappen.
Und mit Frontantrieb sollte es auch im Schnee keine grossen Ueberaschungen geben.

Make or Buy: Umbau wäre halt schon sehr spannend.

Gruess Thomas